„SG Saarmund: AHOI“ – Teil 4

Wer stets fleißig und regelmäßig die im „Nuthetaler Gemeindekurier“ veröffentlichten Berichte über die Aktivitäten der Sportgemeinschaft Saarmund verfolgt, wird jetzt feststellen, dass inzwischen schon seit vier Jahren jeweils im Juni die Kanu-Tour der Volkssportler durch die Seen-Landschaft bei Kloster Lehnin stattfindet. In diesem Jahr war es der 25. Juni, der uns wieder zu den inzwischen fast vertrauten Ufern der drei Emster Seen aufbrechen ließ.

Ich weiß nicht, ob es eventuell zu früh ist, schon nach vier Jahren von einer „Tradition“ zu sprechen, bin mir aber ziemlich sicher, dass noch weitere Bootstouren folgen werden!

Sicher ist auch, dass man sich beim „Paddeln“ in besonderem Maße den Urgewalten der Natur aussetzt. Deshalb erscheint es auch legitim, sich im Vorfeld eines solchen Events mit den Wetterprognosen zu befassen. Ja, ich weiß: Man soll nicht über das Wetter schreiben! Aber man hätte besonders als Organisator der Veranstaltung schon ein Problem, wäre für diesen EINEN Tag Regen angekündigt. War er aber nicht, wenn man einmal die prognostizierte Wahrscheinlichkeit von unter 30 % vernachlässigt, denn das ist ja praktisch fast nichts! Dumm ist nur, wenn sich das Wetter nicht an diese Prognosen hält.

Zwar regnete es nicht, als wir uns am Sonntag um 10.00 Uhr „Am Markt“ in Saarmund trafen, aber es sah auch nicht so aus, als würde jeden Augenblich die Sonne durch die Wolkendecke brechen. Insgesamt neun Sportfreunde, nämlich sieben Erwachsene und zwei Kinder wollten sich trotzdem nicht davon abhalten lassen, einen guten Teil dieses Tages auf dem Wasser zu verbringen. Das Tagesmotto verkündete dann auch spontan die jüngste Teilnehmerin:

„Wir sind ja nicht aus Zucker!“ Dem gab es absolut nichts hinzu zu fügen und ab ging’s voller Optimismus in zwei PKW über die Autobahn bis nach Lehnin und weiter nach Nahmitz. Dass es während der Fahrt dorthin beständig nieselte, möchte ich nur am Rande erwähnen, denn kaum im Boosthafen Nahmitz am Netzener See angekommen, schien urplötzlich die Sonne. Na bitte! Entsprechend unserer Anmeldung lagen drei Dreier-Kajaks für uns bereit. Als dann die Kinder, die natürlich schon „alleine richtig gut schwimmen können“ mit Schwimmwesten ausgestattet waren, konnten die Boote zu Wasser gelassen werden und „SG Saarmund AHOI“ – Teil 4 nahm seinen Verlauf!

Man einigte sich darauf, erst einmal eine Runde um den Netzener See zu paddeln, um zu sehen, wie’s so läuft. Und das war gut so, denn leider muss ich zugegeben, dass wir mit unserem Boot, welches über kein separates Hecksteuer verfügte, große Probleme hatten, einen einigermaßen geradlinigen Kurs zu halten, was mich als von der Crew ernannter Käpt’n natürlich ärgerte. Wer will schon ständig im Kreis fahren!? Es kostete aber einige Zeit und noch viel mehr Anstrengung, dieses Handicap durch die Ausführung verschiedenster, möglichst koordinierter Paddelmanöver der weitgehend ungeübten Crew wenigstens notdürftig zu kompensieren, ohne dabei die Nerven oder gar den guten Willen der Crewmitglieder zu verlieren.

Nach ca. 1,5 Stunden beschloss dann die „Saarnunder Armada“einen Liegeplatz in geschützter Lage anzusteuern, der uns die Möglichkeit der körperlichen und geistigen Stärkung bei einem ausgiebigen Picknick und zu sonstiger Erholung bot.

Natürlich war dieses Plätzchen schnell gefunden und noch schneller waren alle mitgeführten, selbst zubereiteten Köstlichkeiten ausgepackt und zum Verzehr dargeboten. Es mangelte auch nicht an der Gelegenheit zum diesjährigen Anbaden, die allerdings allein vom Autor dieser Zeilen genutzt wurde, weil Einige Sorge um ihr frisch frisiertes Haar und Andere schlicht ihre Badesachen vergessen hatten. Das Wasser jedenfalls war angenehm warm!

Kurz: Dem Betrachter bot sich ein Bild friedlicher Idylle auf einer sonnigen Liegewiese.

Bis es anfing, erst ganz leise zu nieseln,…dann stärker zu regnen… und schlagartig wie aus Kannen zu schütten. Aber: Der erfahrene Kajakfahrer ist auf alles vorbereitet! Die Regenjacken an, die Picknick-Utensilien nebst Decken zusammengerafft und Schutz unter den zum Glück an märkischen Ufern oft zu findenden, dichten Erlenbeständen gesucht! „Bleib ein Weilchen unter steh’n, der Regen…..“! Na ja, das Weilchen dauerte ca. eine halbe Stunde und, obwohl sich die Wasserschäden bei Mensch und Material deutlich in Grenzen hielten, beschlossen wir, die Rückfahrt zur Marina anzutreten. Die erreichten wir zwar ohne weitere Zwischenfälle, leider aber, ohne die geschilderten, massiven Navigationsprobleme in den Griff zu bekommen. Egal!

Was mich wirklich freut: Die Antwort auf meine Frage an die Saarmunder Leichtmatrosen, wie sie sich denn nun eine gelungene Kajaktour vorgestellt hätten, lautetet: „GENAU SO!“

Hartmut Rabenalt

Saarmund

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